Ziele:
Die Unkrautbekämpfung und die Kontrolle von Ausfallkartoffeln werden für Landwirte zunehmend anspruchsvoller, da Betriebsmittelkosten steigen, Vorschriften strenger werden und der Druck zur Reduktion der Umweltbelastung wächst. Dieser Pilot zeigt, wie robotergestützte Ultra-Hochpräzisionsspritztechnik konventionelle Flächenspritzungen durch eine effizientere, kostensparende und nachhaltige Lösung ersetzen kann.
In kommerziellen Kartoffelfeldern in Dänemark und der Schweiz nutzt der Präzisionsspritzenroboter Ecorobotix ARA künstliche Intelligenz sowie moderne Bild- und Wahrnehmungstechnologie, um einzelne Pflanzen in Echtzeit zu erkennen. Das System unterscheidet zuverlässig zwischen Kartoffeln, Unkräutern und Ausfallkartoffeln in verschiedenen Kulturen und bringt Herbizide nur dort aus, wo sie benötigt werden. Dieser pflanzenspezifische Ansatz reduziert den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erheblich, ohne die Wirksamkeit der Unkrautbekämpfung zu beeinträchtigen.
Der Pilot untersucht ausserdem die KI-gestützte Feldüberwachung mit Drohnen, durchgeführt vom Danish Technological Institute (DTI), dem Pilotpartner für die drohnenbasierte agronomische Validierung. Die Drohnendaten dienen zur Bewertung der Spritzleistung und zur Unterstützung agronomischer Entscheidungen.
Zu den erwarteten Ergebnissen gehören Einsparungen bei Pflanzenschutzmitteln von bis zu 95 %, ein geringerer Arbeitsaufwand sowie ein reduziertes Risiko von Kulturschäden. Durch weniger, aber gezielteres Spritzen können Landwirte Kosten senken, die Produktivität steigern und Umwelt- sowie Regulierungsanforderungen leichter erfüllen. Die Präzisionsspritztechnik unterstützt zudem das Resistenzmanagement, da unnötige Behandlungen vermieden werden. Drohnenbilder ergänzen die Feldbegehungen von Agronomen, sparen Zeit und liefern einen klaren Überblick über Unkrautdruck und Behandlungserfolg.
Praktische Empfehlungen:
Landwirte, die eine nachhaltige und wirtschaftliche Pflanzenproduktion anstreben, sollten Ultra-Hochpräzisionsspritztechnik in Betracht ziehen – insbesondere dort, wo hohe Herbizidkosten, begrenzte Arbeitskräfte oder Umweltauflagen eine Rolle spielen.



